16.08.2016 Andy Goldsworthy – der nachhaltige Künstler

By Stefanie Wenta / On / In Uncategorized

Es gibt im Bereich der schaffenden, bildenden Kunst nur einen Schöpfer, der mich beeindruckt: Andy Goldsworthy. Schon vor vielen Jahren erfuhr ich von seinen Skulpturen, die der Künstler aus der Natur heraus bildet, um sie im Einklang mit ihrem Umfeld wieder der Natur zu übergeben. Klingt abstrakt? Ein Beispiel:

Ein Steinbogen von Andy Goldsworthy
Ein Steinbogen von Andy Goldsworthy

Mit sehr viel Gespür für Formen und Zusammenhänge formt Goldsworthy aus natürlichen Gegenständen wie Hölzern, Steinen oder Blättern seine Kunstwerke. Oft befinden sich diese an genau den Stellen, an denen der Künstler zuvor die Materialien entnommen hat.

Detailverliebte Holzinstallation
Detailverliebte Installation aus Schiefer

Neben den kegelförmigen Steinhaufen, den Steinbögen oder den Mauern, die sich allesamt durch Stabilität, Unbeweglichkeit und Dauerhaftigkeit auszeichnen, bildet Goldsworthy oft filigrane Installationen, die den Elementen Wasser und Luft ausgesetzt sind. Gerade ihre Unbeständigkeit, die Auflösung in ihre Einzelteile, verursacht durch einen Windstoß, das Eintreffen der Flut oder einen heftigen Regenschauer machen die Faszination dieser Kunstwerke aus.

Ich denke, dass ein Künstler wie Andy Goldsworthy ein Vorbild ist für einen respektvollen und dabei äußerst kreativen Umgang mit der Natur. Er nimmt sich, was er für seine Arbeiten braucht – und gibt es wieder zurück. Wenn ich seine auf so unscheinbare Art perfekten Werke betrachte, bin ich verblüfft und bekomme große Augen. Ich fühle mich in eine Zeit zurückversetzt, in der ich Sandburgen am Meer gebaut und Blätter im Wald gesammelt habe. Die Erinnerung an Goldsworthys Kunst hat es geschafft, mich neu darüber nachdenken zu lassen, welchen Reichtum mir die Natur um mich herum täglich schenkt.

(Quellenhinweise:
Bail Hill Striding Arch, Peter Edwards [CC BY-SA 2.0 (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.0)], via Wikimedia Commons;
Slate patterns, Espresso Addict [CC BY-SA 2.0 (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.0)], via Wikimedia Commons;
Tilberthwaite Touchstone Fold, Espresso Addict [CC BY-SA 2.0 (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.0)], via Wikimedia Commons)

07.08.2016 Deutsche Bürokratie

By Stefanie Wenta / On / In Uncategorized

Ein Nachtrag zum Blog-Eintrag vom 19.7. (Der Mann an der Tür).
Es hat mir keine Ruhe gelassen, dass ich einfach so jemandem, der freundlich nach Arbeit gefragt hat, die Tür vor der Nase zugemacht habe.
Um wenigstens Informationen darüber zu erhalten, ob es Möglichkeiten gibt, als Privatperson einen mutmaßlich geflüchteten (auf jeden Fall Arbeit suchenden) Menschen zu beschäftigen, habe ich eine Mail an den örtlichen Freundeskreis Asyl geschrieben.
Es kam tatsächlich eine Antwort. Eine sehr ausführliche und erhellende sogar. Es hängt, laut Auskunft, vom Status des Flüchtlings ab, ob er arbeiten darf oder nicht. Es muss individuell geprüft werden. Man muss sich an das örtliche Landratsamt wenden. Im Fall meiner Anfrage habe ich sogar einen konkreten Ansprechpartner genannt bekommen. Jetzt bin ich schlauer – Arbeit hat der Mann, der bei mir klingelte, dadurch jedoch trotzdem noch nicht.

01.08.2016 Mut zur Veränderung

By Stefanie Wenta / On / In Uncategorized

Da fällt mir doch gerade ein Blog-Beitrag ins Auge, der perfekt zu meiner bald eintretenden neuen beruflichen Situation passt:

https://zweikern.com/blog

Mut zur Veränderung war für mich persönlich noch nie ein großes Thema. Ich kann ohne Weiteres Dinge, die schon eine Weile herumliegen, wegwerfen. Als ich schwanger wurde, habe ich kurzerhand das Rauchen nach vielen, vielen Jahren aufgegeben. Nun steht in Kürze eine große berufliche Veränderung an: Von der Sicherheit eines Angestelltendaseins zum Risiko einer Unternehmensgründung (es ist zwar nur ein Kleinunternehmen, aber trotzdem). Veränderungen haben mir nie Angst gemacht, sie waren eher Bereicherung und Chance als Bedrohung. Was mich dagegen schrecken kann, ist die Vorstellung vom Immergleichen. Deshalb braucht es in meinem Fall wohl eher Mut zur Beständigkeit. Ein wohl ausbalancierter Mix aus Veränderung und Beständigkeit ist vermutlich der Kern aller Dinge. Dafür sollte man sicher in der Lage sein, sein eigenes Leben und alles, was um einen herum geschieht, ständig genau zu beobachten und die richtigen Schlüsse aus dem, was man beobachtet, zu ziehen. Die Kunst des Lebens?!